Christian Bale

Trotzdem sei uns an dieser Stelle ein leises Bedauern erlaubt – denn Bale hat schließlich auch den Helden von ­Gotham City verkörpert. In "Batman Begins" streift sich der Darsteller zum ersten Mal den legendären Fledermaus-Anzug über und sorgt für Recht und Ordnung. Dem britischen ­Regie-Talent Chris­topher Nolan gelang es damit, den ­Mythos um den Super­helden, der vom Comic-Star zum ­Kino-Knüller wurde, wiederzubeleben. Nolan lotet die Seelenlandschaft seines Protagonisten aus, zeigt eindrucksvoll, wie er wurde, was er ist. Dabei wird allerdings die Lust an rasanter Action und spektakulären Special ­Effects nicht vergessen. Dass dem Retter, zu dessen Rüstung auffallend spitze Öhrchen gehören, auch diesmal wieder ein aufregend-schnittiges ­Batmobil zur ­Verfügung steht, ist natürlich selbstverständlich.Christian Bale, der in Wales geboren wurde, hat eine Aufsehen erregende Karriere hingelegt. Er machte schon mit neun Werbung – für ein Müsli. Vier Jahre später bekam er die zweite Hauptrolle in der Verfilmung von "Mio, mein Mio" nach dem wunderbaren Kinderbuch von Astrid Lindgren. Er arbeitete mit Steven Spielberg ("Das Reich der Sonne"), spielte neben Winona Ryder und Nicole Kidman. Der Mann, der die Aufmerksamkeit der Medien nicht mag, nimmt für seine Rollen viel auf sich. Für "Der Maschinist" hungerte er, um als "Batman" die richtige Figur zu machen, trainierte er sich Mus­kelpakete an. "Spaß macht das nicht", gestand Christian Bale in einem Interview. "Aber es erfüllt mich, anschließend eine kreative ­Arbeit zu leisten."Im Sommer rückte der zurückhaltende Star in London vor der Europa-Premiere von "The Dark Knight", seinem zweiten Auftritt als "Batman", ungewollt ins Interesse der Öffentlichkeit: Seine Mutter und seine Schwester warfen ihm vor, er habe sie "tätlich angegriffen". Die Ermittlungen wurden bald darauf eingestellt. Für Bale geht die Arbeit weiter: Im kommenden Jahr ist er in drei großen Produktionen zu sehen. 

Starportrait empfehlen