Hans Sigl

Hans Sigl alias "Der Bergdoktor" wird gefeiert wie kaum ein anderer Serienstar im deutschen Fernsehen. 

Begleiter für Patienten und Zuschauer

Heile Welt beim "Bergdoktor"? Das ist lange vorbei. Seitdem Hans Sigl 2008 die Titelrolle im Serienklassiker übernommen hat, gibt es zwar immer noch Traumkulissen und große Gefühle, aber eben auch realitätsnahe Familienkonflikte und medizinische Fälle. 

"Manche Fälle werden im Ethik-Unterricht an Gymnasien besprochen. Es geht um Entscheidungen, die Menschen treffen müssen. Zugunsten oder gegen ein Leben oder gegen einen anderen Menschen, und dabei ist Dr. Martin Gruber so eine Art Begleiter für die Patienten und natürlich die Zuschauer", sagt Hans Sigl. 

Sigl als Wachsfigur

Über sieben Millionen Fans schalten regelmäßig ein. Ein Ende des Hypes ist nicht abzusehen: Am 1. Dezember 2018 durfte Hans Sigl bei Madame Tussauds Wien sein Ebenbild in Wachs samt dem berühmten Mercedes des "Bergdoktors" enthüllen. Ein Erfolg, den sich der 1969 in der Steiermark geborene Mime nie hätte träumen lassen, als er am Tiroler Landestheater seine Ausbildung begann. 

Der Durchbruch kam 2001 mit "SOKO-Kitzbühel". Fünf Jahre lang gab Sigl, der mit seiner Patchwork-Familie am Ammersee lebt, den Ermittler Andreas Blitz. Dann wurde es ihm zu langweilig. Er stieg aus. Es folgten Auftritte in Filmen wie dem Thriller-Vierteiler "Zodiak" und als Kabarettist. Festlegen wollte er sich nicht mehr. Deshalb zögerte er zunächst, als man ihm die Rolle des "Bergdoktors" anbot. "Aber die Vorstellung, dieses bekannte Format neu aufzulegen, war einfach sehr verlockend". Ans Aufhören denkt Sigl, der mit seiner politischen Meinung nicht hinter den Berg hält und sich in den sozialen Netzwerken gegen Rechts positioniert, nicht. 

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