Kritik: Ein starkes Team - Knastelse

Luft nach oben

In "Knastelse", dem aktuellen Fall des "starken Teams" verpufft der Effekt durch Neuzugang Stefanie Stappenbeck leider etwas in einem 08/15-Krimi.

Der Tod von Maja Maranow

Über acht Millionen Zuschauer schalteten im Januar die Episode "Geplatzte Träume" ein. Ein trauriger Rekord, denn das riesige Zuschauerinteresse lag wohl darin begründet, dass Hauptdarstellerin Maja Maranow wenige Tage vor der Ausstrahlung verstorben war. Die Schauspielerin hatte schon im vergangenen Jahr ihre Rolle als Verena Berthold an den Nagel gehängt, mit Stefanie Stappenbeck war eine Nachfolgerin schnell gefunden.

Doch natürlich: Der Tod der Kollegin lässt die Fußstapfen, in die Stappenbeck treten muss, vielleicht etwas größer erscheinen, als sie es ohnehin schon waren. Die 41-Jährige aber fügt sich nahtlos in das Ensemble um Florian Martens ein. Fast schon zu nahtlos: Viel Gewese wird um die neue Kollegin Linett Wachow nicht gemacht.

Mutlos inszenierter ZDF-Krimi

Im Mittelpunkt steht die Krimihandlung um eine florierende Partnervermittlung im Gefängnis. Damit tun Buch (Axel Hildebrand) und Regie (Maris Pfeiffer) dem Neuzugang im "Starken Team" allerdings keinen Gefallen. Stefanie Stappenbeck hat im "Polizeiruf 110" an der Seite von Jörg Hube gezeigt, wie großartig, wie charismatisch sie als TV-Ermittlerin sein kann. In diesem mutlos inszenierten ZDF-Krimi ist ihr Talent - noch - verschenkt. Für die nächsten Fälle ist da noch Luft nach oben.

Autor: Martina Borgschulze

15.3.2016, 0.00 Uhr

TV-Kritik empfehlen