Kritik: Charlotte Link - Die letzte Spur

Zielsicherer Krimi

Der TV-Film "Die letzte Spur" nach Charlotte Link mit Jasmin Gerat in der Hauptrolle überzeugt als gelungene Übertragung eines Kriminal-Romans ins Spielfilmformat.

Gelungene Übertragung

2008 veröffentlichte die Bestsellerautorin Charlotte Link ihren Roman "Die letzte Spur". Andreas Herzog hat die spannende Geschichte um die spurlos verschwundene Elaine Dawson nun für die ARD inszeniert. Jasmin Gerat macht sich darin als Journalistin Rosanna auf die Suche nach ihrer vermissten Freundin Elaine.

Dabei gerät sie in ein scheinbar undurchdringliches Netz aus Fakten und Vermutungen. Stefan Wild und Benjamin Benedict haben Links Roman als Drehbuch adaptiert. Den Autoren gelingt es dabei, die komplexe Geschichte ins Spielfilmformat zu übertragen. Die meisten Figuren bekommen genug Raum zur Entfaltung, um glaubwürdig zu wirken. Gleichzeitig sind die verschiedenen Erzählstränge so geschickt und rasant komponiert, dass viel Raum für Andeutungen bleibt.

Starke Hauptdarsteller

In einigen Sequenzen geht dem Film dann aber leider doch das Tempo aus. Die Szenen zwischen dem Chefredakteur Nick (Rainer Bock) und Susanna etwa wirken klischeehaft und bleiben bloßes Füllmaterial. Stark ist "Die letzte Spur" immer dann, wenn der Film sich auf Rosannas Ermittlungen konzentriert. Mit Barry Atsma als verdächtigem Anwalt Mark Reeve liefert sich Jasmin Gerat ein knisterndes und atmosphärisch dichtes Duell. Andreas Herzog gelingt so ein zielsicherer Krimi, der solide Spannung und einige starke Charaktere bietet.

Autor: Dominik Steiner

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