Kritik: Dora Heldt: Ausgeliebt

Peinliche Gags, schlecht gespielt

Kristin Lenk

Es ist nicht die erste ZDF-Verfilmung eines Romans der auf "Frauenliteratur" spezialisierten Bestsellerautorin Bärbel Schmidt, die sich hinter dem Pseudonym Dora Heldt versteckt. Aber man wünscht sich inständig, es wäre die Letzte.

Christine wird von ihrem Mann verlassen – und kommt dahinter, dass er seit Jahren eine Affäre mit ihrer angeblich besten Freundin hat. Stinkwütend zieht die Verschmähte nach Hamburg – in die WG, die ihre Freundin Doro mit dem schwulen Anwalt Dennis teilt. Während Christine ihr Leben neu ordnet und einen neuen Verehrer an Land zieht, lässt ihr Vater Heinz nichts unversucht, sie wieder mit ihren untreuen Gatten zu vereinen.

Das Problem des Films ist nicht seine zu jeder Zeit quälend offensichtliche Vorhersehbarkeit. Sondern vielmehr die Tatsache, dass die "Komödie" zum Bersten gefüllt ist mit peinlichen Homosexuellen-Klischees, noch peinlicheren Spießigkeiten und so "zündenden" Gags wie einem dauer-pupsenden Hund. Was die Drehbuchautorin bei "Ausgeliebt" unter Unterhaltung versteht, lässt sich sehr viel treffender als – obendrein schlecht gespielter – Klamauk bezeichnen. Da bleibt leider selbst dem wohlmeinendsten Zuschauer das Lachen im Hals stecken.

11.2.2013, 0.00 Uhr

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