Kritik: SOKO 5113: Der Prozess

Auf gute Zusammenarbeit

Martina Borgschulze

 

Das war schon lange fällig! Zum Auftakt der neuen Staffeln lösen die SOKOs aus München, Köln, Wismar, Stuttgart und Leipzig erstmals gemeinsam einen Fall. Die Leipziger haben Erfahrung mit solchen "Crossovers": Hajo (Andreas Schmidt-Schaller) und sein Team schlossen schon Freundschaft mit den "Rosenheim Cops" und den britischen Kollegen von "The Bill".

Das erste serieninterne Crossover startet in München. Der Mord an einem Kfz-Mechaniker führt die Ermittler auf die Spur einer Rocker-Gang. Indizien, Leichenfunde und Ausflüge von Verdächtigen treiben die Beamten gleich einem Staffellauf quer durch die Republik, bis der Fall in Leipzig seinen Höhepunkt findet. Verknüpft werden die Episoden durch Online-Konferenzen der verschiedenen Teams.

Man hätte sich mehr echte Interaktion gewünscht, aber insgesamt gelingt es vortrefflich, die Serien schlüssig zu verbinden – ein bisschen Konzentra­tion sollte man als Zuschauer allerdings mitbringen. Kleiner Wermutstropfen fürs Stammpersonal: Jochen Nickel als knallharter Altrocker mit einem Rest Gewissen und Matthias Schloo als sein gerechtigkeitsliebender, aber unberechenbarer Sohn spielen die üblichen Hauptdarsteller glatt an die Wand.

1.10.2013, 0.00 Uhr

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