Kritik: Ein Schnitzel für alle

Absolut gelungene Fortsetzung

Kristin Lenk

 

Wenn der Vorgänger eines Mittwochabend-Films schon mit so viel Kritikerlob und Auszeichnungen bedacht wurde, dann ist die Erwartungshaltung für die Fortsetzung entsprechend hoch. "Ein Schnitzel für alle", der Nachfolger von "Ein Schnitzel für drei", vermag es, diese sogar noch zu übertreffen – was für eine Geschichte über zwei glücklose Langzeit-Arbeitslose, einen Rollstuhlfahrer, ein Mädchen mit Down-Syndrom und einen Autisten durchaus nicht selbstverständlich ist.

Über den gegensätzlichen Kumpels Wolfgang und Günther kreist mal wieder der Pleitegeier. Zu allem Überfluss wird Günther von seiner Jobcenter-Nemesis Frau Rademacher ein Mini-Job in einer Wohngruppe für Behinderte aufgezwungen. Ausgerechnet dort stößt der Brummbär auf die mögliche Lösung all seiner Probleme: Der Autist Hans kann Zahlenfolgen beim Glückspiel voraussagen.

Auf dem schmalen Grad zwischen hintersinnigem Humor und Sozialkritik wandelnd, begeistert die Komödie mit herrlich politisch-unkorrekten Gags und Sprüchen, ohne dabei jemals in Klamauk abzugleiten oder zum Betroffenheitsfernsehen zu mutieren. Ludger Pistor und Armin Rohde tun ihr übriges, um "Ein Schnitzel für alle" zum Highlight zu machen.

TV-Kritik empfehlen