Kritik: In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte

Herzprobleme

Maximilian Schwind

 

Was haben "Star Wars" und "In aller Freundschaft" gemeinsam? Sie sind Mütter eines ganzen Universums. Der "IaF"-­Serienkosmos, zu dem "Marienhof", "Verbotene Liebe" und Co. zählen, erhält mit "In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte". einen Ableger: Herzchirurg Dr. Niklas Ahrend (Roy Peter Link) wird Oberarzt in Erfurt.

Dabei geht der Start denkbar turbulent vonstatten: Freund und Kollege Dr. Harald Loosen (Robert Giggenbach) wird Opfer eines Herzinfarkts, und Dr. Ahrend muss zeigen, was in ihm steckt – noch bevor er bei seinen neuen Kollegen vorstellig werden kann. Obendrein soll er die Ausbildung der Assistenzärzte übernehmen – was natürlich für Reibung sorgt. Neben dem verjüngten Team – das auch mit dem Alter entsprechenden Problemen kämpfen muss – bekommt der Zuschauer gewohnt seichte Vorabendkost mit durchschnittlichen Handlungsplots, durchschnittlich begabten (aber hübschen) Schauspielern und einer Prise Drama und Intrigen.

Fans der Mutterserie kommen dabei wohl auf ihre Kosten. Auffällig ist allerdings, dass sich die ARD-Serie offensichtlich vom Look, in Teilen von der Figurenzeichnung und vom Titelsong der amerikanischen Arztserie "Scrubs – Die Anfänger" hat inspirieren lassen – leider ohne den genialen Spagat zwischen Comedy und Drama hinzubekommen.

 

23.1.2015, 0.00 Uhr

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