Kritik: 12 Monkeys

Die Serie "12 Monkeys" basiert auf der selben Ausgangslage wie der Film von Terry Gilliam. Nur die Qualität scheint auf der Strecke geblieben zu sein.

Vom Kino ins TV

Serien, die auf Kinofilmen beruhen, liegen schwer im Trend: "Scream", "Fargo", "The Girlfriend Experience" oder "Hannibal" sind einige Beispiele aus ganz unterschiedlichen Genres. Nun strahlt RTL Nitro "12 Monkeys" aus, ein Format, das an den gleichnamigen Film von Terry Gilliam aus dem Jahr 1995 angelehnt ist.

Die Ausgangslage des Films haben die Macher der Serie ziemlich detailgetreu übernommen: Ein Mann namens James Cole wird per Zeitreise in die Vergangenheit geschickt, um den Ausbruch einer Virus-Pandemie zu verhindern, der Milliarden von Menschen zum Opfer gefallen sind (bzw. fallen werden, je nach Perspektive). Doch Zeitreisen sind keine exakte Wissenschaft, und so kommt Cole einige Jahre zu früh an. Zudem glaubt ihm keiner, auch nicht die Ärztin Dr. Railly, die er zwingt, ihm zu helfen.

Konventionelle Sci-Fi

Hier enden die Gemeinsamkeiten zwischen Film und Serie. Wo Gilliam in den 90ern die Zeitreise-Paradoxa in ein visuell überwältigendes philosophisches Gedankenspiel verwandelte, bietet die Serie zumindest in ihren ersten Episoden nur konventionelle Science-Fiction in der typischen Syfy-Channel-Ästhetik, die immer ein wenig billig wirkt. Und darstellerisch können Aaron Stanford und Amanda Schull (Serie) ihren Gegenparts Bruce Willis und Madeleine Stowe (Film) auch nicht das Wasser reichen


Autor: Sebastian Hagner

5.8.2016, 0.00 Uhr

TV-Kritik empfehlen