Kritik: Almuth und Rita - Zwei wie Pech und Schwefel

Im zweiten Teil von "Almuth und Rita" liefern sich Senta Berger und Cornelia Froboess einen munteren Schlagabtausch, trotz vieler leiser Töne.

Ein ungleiches Paar

Der Untertitel des Freitagsfilms mit Senta Berger und Cornelia Froboess kommt Ihnen bekannt vor? 1974 waren die beiden Haudegen Bud Spencer und Terence Hill mit eben jenem Titel als Rallycross-Fahrer unterwegs. Zufall? Wahrscheinlich, denn auch wenn Almuth (Berger) und Rita (Froboess) wie Bud und Terence ein ziemlich ungleiches Paar sind, das trotz vieler Differenzen eine innige Freundschaft verbindet, in Nikolai Müllerschöns Fortsetzung der Tragikomödie "Almuth und Rita" (2014) dominieren die leisen und nachdenklichen Töne.

Verbale Scharmützel zwischen Almuth und Rita

Rita hat einen Schicksalsschlag zu verarbeiten: Ihr Mann Werner (Hansjürgen Hürrig) stirbt und die Beerdigungskosten bringen sie in finanzielle Schwierigkeiten. Klar, sie ist zu stolz, um von der hochnäsigen Almuth Almosen anzunehmen. Fäuste fliegen zwischen den Damen freilich keine. Dafür liefern sich die unterkühlte Almuth und ihre resolute Putzfrau Rita jede Menge verbale Scharmützel.

Kostprobe Rita: "Emotionen - damit können Sie eben nicht umgehen. Wahrscheinlich weil sie keine haben!" Ohne das fabelhafte Spiel der Hauptdarstellerinnen wäre der Film nur halb so sehenswert. Berger ist 75, Froboess 73. Man kann sich nur wünschen, dass beide, und natürlich am liebsten als ungleiches Duo, noch öfter gemeinsam vor der Kamera stehen. Der dritte Teil kann kommen.

Autor: Björn Sommersacher

26.11.2016, 0.00 Uhr

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