Kritik: Belmondo, der Unwiderstehliche

Hommage-TV 

In der Doku "Belmondo, der Unwiderstehliche" wird das Leben des französischen Weltstars Jean-Paul Belmondo unter die Lupe genommen. 

Die französische Legende 

Es gibt Schauspieler und es gibt Legenden. Jean-Paul Belmondo zählt fraglos zur zweiten Gruppe. Schwer verständlich, dass das französische Leinwand-Idol als junger Mann wegen seines Aussehens anfangs kaum engagiert wurde: zu frech das Schwerenötergrinsen. Zu provozierend sein lässiges Auftreten mit der ewigen Kippe im Mund, engen Jeans und knapper Jacke. 

Etwas, worüber die Generation Smartphone heutzutage wohl nur müde lächeln kann. Doch irgendwann war die Zeit doch noch reif für den Ex-Boxer, Stuntman und Schauspieler, und dann ging nach seinem Durchbruch mit dem Godard-Klassiker "Außer Atem" alles ganz schnell: Die Franzosen hatten über Nacht ihren persönlichen Liebling, der das Nouvelle-Vague-Kino entscheidend prägte. 

Ein Star ward geboren

Und die internationale Filmszene hatte einen neuen Weltstar, Typ "French Lover". Kann man aus der Steilvorlage eines solchen Lebens überhaupt noch etwas anderes machen als einen eigenen Hommage-Abend bei Arte? Grandioses, auch bisher unbekanntes Archivmaterial gibt's schließlich genug.

Das stellte Dokumentar lmer Bruno Sevaistre zu einem intimen Porträt zusammen: über den Menschen hinter dem Tausendsassa. Et voilà! Jetzt müsste man dem topfitten, immer noch unwiderstehlichen Schauspieler an der Côte d‘Azur bloß noch persönlich über den Weg laufen.

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