Kritik: Hit Mom - Mörderische Weihnachten

Blutige Bescherung

Der etwas andere Weihnachtsfilm "Hit Mom - Mörderische Weihnachten" zeigt Anneke Kim Sarnau als mörderische Putzfrau. 

Putzfrau und Profikiller

Eines steht fest: "Hit Mom" ist einer der grausamsten Weihnachtsfilme, den ein gebührenfinanzierter Sender hierzulande je auf den Bildschirm gebracht hat. Die boshafte Nachbarin gerät in eine Kettensäge, der egomanische Musikproduzent (Wolfram Koch) erhängt sich beim bizarren Liebesspiel ... 

Regisseur Sebastian Marka entfesselt eine groteske Gewaltorgie. Für die Henny (klasse: Anneke Kim Sarnau), die gerade nicht ganz freiwillig von Reinigungskraft auf Killerin "umschult", eigentlich gar nichts kann. Während es um sie herum weihnachtlich funkelt und schallt, formt sich ihr Mund bei jedem Todesfall zu einem staunenden "O". Ihr Auftraggeber (Jürgen Tarrach) hatte Recht: "Sie beseitigen Dreck vom Menschen, und wir beseitigen menschlichen Dreck." - Putzfrau und Profikiller, diese beiden Berufe liegen tatsächlich nah bei einander. 

Bitterböser Humor

Auch der Zuschauer staunt. Über die groteske Story (Buch: Clemens Schönborn). Über den bitterbösen, für deutsche Komödien-Verhältnisse unverkrampften Humor. Über die gekonnten Slapstick-Einlagen. Schließlich gibt es sogar ein Happy End, ganz so wie es sich für einen Weihnachtsfilm gehört. Und einen Leitspruch mit auf den Weg: "Wenn du im Leben mit deinen guten Eigenschaften nicht weiterkommst, probiere es doch einfach mal mit deinen schlechten!"

Autor: Stefanie Moissl

14.12.2017, 13.58 Uhr

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