Kritik: Guidos Shopping Queen des Jahres

König der Herzen

Der Vox-Dauerbrenner "Shopping Queen" setzt zum Jahrewechsel auf Promi-Begleitung in Form von Verona Pooth.

Extras an Weihnachten

In den Tagen vor Weihnachten wird traditionell viel Geld ausgegeben und ebenso traditionell über den Konsum geschimpft. Wer dem letzteren Lager angehört, wird bei "Guidos Shopping Queen des Jahres" einiges zu lästern haben - oder schaltet besser gar nicht erst ein. Denn beim Vox-Dauerbrenner ist man eindeutig der Meinung, dass an den Feiertagen mehr mehr ist. 

So bekommen die Kandidatinnen neben dem obligatorischen Shopping-Budget auch ein kostbares It-Piece geschenkt. Und weil nicht jede der vier Damen gewohnt ist, mit 700 Euro teuren Schuhen herumzulaufen, werden ihnen prominente Begleiterinnen zur Seite gestellt. Die beweisen gleich eindrucksvoll, dass man Stil eben nicht kaufen kann. 

Unbezahlbare Herzlichkeit

Etwa, wenn Verona Pooth versucht, aus dem 1450-Euro-Designer-Fummel ein Wickeltop zu basteln, weil es sonst nicht zur Lederhose passt. Ansonsten verläuft das Special nach dem gleichen Muster wie die täglichen Folgen. Plus drollige Rückblicke auf das vergangene Jahr. 

Emotionaler Höhepunkt ist neben der Siegerehrung am Ende diesmal schon der Auftakt: Guido begrüßt seine auserwählten Königinnen derart innig, dass es selbst dem Grinch und Ebenezer Scrooge in einem Iglu am Nordpol ganz warm ums Herz würde. Wir lernen: Gucci-Gürtel = 1.400 Euro. Aufrichtige Herzlichkeit = unbezahlbar!

Autor: Martina Borgschulze

18.12.2017, 12.46 Uhr

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