Kritik: Kulissen des Kultkinos

Filmreife Landschaft

Arte begibt sich in seiner 5-teiligen Reihe "Kulissen des Kultkinos" an die Filmsets von "Herr der Ringe", "Harry Potter" und Co.

Reise durch Neuseeland

Als J. R. R. Tolkien den Fantasy-Roman über den Hobbit und später die "Herr der Ringe"- Abenteuer erdachte, hatte er als Kulisse für das Auenland die englische Landschaft seiner Kindheit vor Augen. Den perfekten Drehort für die Verfilmung der Werke fand Regisseur Peter Jackson allerdings am anderen Ende der Welt: in Neuseeland. 

Hierher führt der bildgewaltige erste Teil der Arte-Reihe. Auf den Spuren von "Herr der Ringe" stellt Filmemacher Jean Froment unter anderen die Waikato-Region auf der Nordinsel vor, wo Jackson das Mittelerde-Dorf Hobbingen errichten ließ. Die Kulissen sind ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Ein Wartungsteam sorgt dafür, dass es in Hobbingen stets so aussieht wie im Film. 

Schwer vergleichbar

Es geht weiter in den Kahurangi National Park auf der Südinsel, in die neuseeländische Höhlenwelt, zum überwältigenden Mount Sunday, zu den Vulkanen im Norden und an mystische Fjorde. Die Doku zeigt uns: Neuseeland ist ein traumhafter Ort. Doch damit, abgesehen von aus dem Off gelesenen "Herr der Ringe"-Zitaten, unterscheidet sie sich kaum von typischen Reisereportagen. Vielleicht gab es rechtliche Probleme, doch man wünscht sich bei jedem neu vorgestellten Drehort einen Ausschnitt aus dem entsprechenden "Herr der Ringe"-Film, um einen direkten Vergleich zu haben.

Autor: Susanne Bald

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