Kritik: Harter Brocken: Der Bankraub

High Noon im Harz

Der dritte Harz-Krimi "Harter Brocken: Der Bankraub" zeigt Aljoscha Stadelmann ernau als leicht schwerfällig wirkenden Dorfcop Koops. 

Leicht schräge Kost

Mit dieser Frau hat sich Frank Koops (Aljoscha Stadelmann) schon im ersten Film der Reihe herumgeschlagen. Wer den nicht kennt, braucht ein bisschen, bis er sich reinfindet in den dritten Harz-Krimi. Einerseits bis er sich an den leicht schwerfällig wirkenden Dorfpolizisten Koops gewöhnt, andererseits vor allem bis er der zarten Julia Koschitz die Rolle der skrupellosen Bankräuberin abnimmt. 

Und überhaupt, leicht schräg ist, was da abläuft: Simone Schmidt (Koschitz) wird aus der Haft entlassen, um schnurstracks mit ihrem fiesen Kompagnon Hagen Witt (Michael Rotschopf) ins beschauliche St. Andreasberg zu "galoppieren", Koops' Hilfssheriff Mette Vogt (Anna Fischer) kidnappen zu lassen, und anschließend den Sheriff dazu zu zwingen, mit ihr die örtliche Filiale der "Harzbank" auszurauben.

Der verliebte Postbote

Der muss mitspielen, wenn Mette nichts passieren soll. Spätestens wenn man das Knistern zwischen Koops und Schmidt registriert hat, nimmt das von Andreas Senn ("Tatort") inszenierte Katz-und-Maus-Spiel so richtig Fahrt auf. Klar, die Charaktere sind ein wenig überzeichnet, aber - und das ist das Tolle an der Reihe - trotzdem glaubwürdig. Selbst der schwer in Mette verliebte Postbote und Wyatt-Earp-Fan Heiner Kelzenberg (Moritz Führmann), der im Unterhemd und mit Pumpgun zu ihrem Retter wird.

Autor: Björn Sommersacher

26.12.2017, 7.59 Uhr

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