Kritik: Gone

Routiniert inszeniert

Die neue von der RTL Group koproduzierte Serie "Gone" ist solide Unterhaltung – nicht mehr und nicht weniger. 

Eine echte Kämpferin 

Als Kind wurde Kit "Kick" Lannigan entführt und erst nach sechs Jahren vom FBI-Agenten Frank Novak (Chris Noth) gerettet. Novak wird zu Kicks väterlichem Mentor und bittet die junge Frau Jahre später, ihm als Teil einer Spezialeinheit bei der Ermittlung in besonders prekären Entführungsfällen zu helfen. Denn Kick hat durch ihre persönlichen Erfahrungen ein ganz besonderes Gespür für derartige Verbrechen und deren Täter entwickelt – und hat sich mit Martial-Arts und Waffentraining zu einer echten Kämpferin entwickelt.

Solide Unterhaltung

Viele Überraschungen erwarten den Zuschauer bei der neuen Krimiserie "Gone", einer Ko-Produktion der RTL Group mit NBC Universal, nicht. Produzent und Serienerfinder Matt Lopez hat nach Motiven des Romans "K - Kidnapped" von Chelsea Cain ein solides Procedural auf die Beine gestellt und auch beim Casting nichts dem Zufall überlassen: Sowohl Noth als auch Danny Pino und Kick-Darsteller Leven Rambin sind gestandene Serien-Veteranen aus ähnlichen Formaten wie "Law & Order", "Cold Case" oder "True Detective".

Routiniert in Szene gesetzt und mit den Genre-üblichen Zutaten versehen, erzeugt das Format gerade genug Spannung, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu halten. "Gone" ist vielleicht nicht gemacht, um das Krimi-Genre zu revolutionieren, aber es liefert, was es verspricht: solide Unterhaltung.

Autor: Kristin Lenk

25.1.2018, 14.56 Uhr

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