Kritik: Pastewka

Möööp!

Die neuen Folgen der Kult-Comedy "Pastewka" sind anders: mehr tragisch als komisch. Daran müssen sich Fans erst gewöhnen.

Peinliche Rolle

Vier Jahre sind seit der letzten Staffel "Pastewka" vergangen. Der Wechsel von Sat.1 zu Amazon ließ die Erwartungen an die achte zusätzlich steigen. Und los geht es wie? Mit Bastian (dem fiktiven) in Borat-Badeanzug, rosa Pumps, Makeup und mit einem Doppelkinn, das beim Draufdrücken "Möööp!" macht.

Diesen Brisko-Schneider-Abklatsch spielt Bastian seit mehreren Staffeln in Annette Friers (fiktiver) Comedy. Nur: Wer soll glauben, dass eine Show mit dem ranzigen Charme der Neunziger heute noch Erfolg hätte (selbst auf RTL2)? Immerhin: Auch Bastian findet seine Rolle peinlich: "Wie sollen die echten Schwuletten sich da fühlen?" Deswegen macht er auch Schluss damit.

Wo will er hin, der Herr Pastewka?

Freundin Anne dagegen denkt, er beende ihre Beziehung. Dieses Missverständnis ist der eigentliche Auftakt zu den neuen Geschichten, die insgesamt mehr tragisch als komisch geraten sind. Nur: Man weiß nicht so recht, wo Pastewka (der echte und der fiktive) hin will. Die besten Momente sind die wenigen, in denen Anspielungen auf frühere Episoden gemacht werden, die dem Fan ein Gefühl von Mitwisserschaft geben. Vielleicht müssen wir uns aber auch einfach erst an den neuen "Pastewka" gewöhnen?

Autor: Susanne Bald

29.1.2018, 15.14 Uhr

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