Kritik: Beck is back!

Danni is back?

"Beck is back!" bei RTL erinnert ein bisschen an die Sat.1-Serie "Danni Lowinski", überzeugt aber trotz aller Parallelen dank liebenswerter Charaktere.

Liebenswerte Mischung

Warum der Zuschauer TV-Anwalt Beck lieben wird? "Weil Hannes eine Mischung aus Kermit der Frosch und Batman ist. Ein bisschen grün hinter den Ohren, aber dafür hat er einen schönen Umhang", sagt Schauspieler Bert Tischendorf über sein Alter Ego.

Vor allem scheint dieser Beck als männliches Pendant zu Sat 1-Anwältin "Danni Lowinski" (2010-2014) geschaffen zu sein: Beide sind Späteinsteiger in den Beruf. Danni war früher Friseurin. Beck jahrelang Hausmann, der nun als alleinerziehender Vierfachvater von vorne anfangen muss. Und so starten beide als Underdogs, von ihrer Umwelt belächelt. Während sie damals einen Klapptisch im Einkaufszentrum aufstellte, dient ihm das Hinterzimmer eines Hendl-Grills als Kanzlei. Danni verdonnerte den Inhaber eines Schlüsseldienstes zum Assistenten, Beck seine Putzfrau (Andreja Schneider).

Fieser Gegenspieler

Beide TV-Anwälte haben sogar denselben Gegenspieler: René Steinke als fiesen Staatsanwalt. Eigentlich fast überflüssig zu erwähnen, dass auch der RTL-Rechtsverdreher seine Fälle ziemlich unterhaltsam mit nicht immer legalen Methoden gewinnt. Trotz aller Parallelen: "Beck is back" ist dank der liebevoll gezeichneten Figuren dennoch ein Original. Einspruch? Abgelehnt!

Autor: Stefanie Moissl

30.1.2018, 15.30 Uhr

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