Kritik: St. Josef am Berg - Berge auf Probe

Der Berg ruft

Paula Kalenberg spielt im modernen Heimatfilm "St. Josef am Berg" eine energische Norddeutsche, die es mit Harald Krassnitzer als schlitzohrigem Alpenhotelier aufnimmt.

Kabale und Liebe

Wenn der Berg ruft, kann Harald Krassnitzer nicht nein sagen. Schließlich startete der Österreicher nicht nur beim "Bergdoktor" seine Karriere als Publikumsliebling, er wuchs auch in der Bergwelt im Salzburger Land auf.

Genau dort spielt auch "St. Josef am Berg". Es geht um Kabale und Liebe, wie man es vom klassischen ARD-Degeto-Film gewöhnt ist. Dazu kommt noch eine ordentliche Schippe Schmäh obendrauf. Hauptdarsteller Krassnitzer hat sichtlich Freude daran, mit dem Bürgermeister und Hotelier Pirnegger ein korruptes Schlitzohr spielen zu dürfen.

Überzeugende Hauptdarstellerin

Frischen Wind bekommt das sonst arg altmodische Volksstück nicht nur durch gesellschaftsrelevante Themen wie Naturschutz, sondern vor allem durch Pirneggers neue Verwandtschaft, die in der Auftaktfolge in St. Josef ankommt. Paula Kalenberg überzeugt als energische Ostsee-Pflanze Svea, die Pirneggers Sohn Peter (Sebastian Wendelin) heiratet.

Sie wird obendrein Pirneggers schärfste (oder einzige?) Kritikerin. Teil eins heißt "Berge auf Probe". So viel sei verraten: Svea entscheidet sich, langfristig in St. Josef zu bleiben. Teil zwei kommt nächste Woche. Wenn alles gut läuft, wird aus dem Zweiteiler eine Reihe.

Autor: Susanne Bald

16.2.2018, 14.11 Uhr

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