Kritik: Der Blaue Planet

Doku-Juwel

Der Sechsteiler "Der blaue Planet" ist ein echtes TV-Großprojekt – und bietet atemberaubende Bilder einer faszinierenden Unterwasser-Welt.

"Projekt der Superlative"

Mehr als drei Jahre Drehzeit haben verschiedene Filmteams aufgewendet, um 125 Expeditionen in 39 Länder zu unternehmen und dabei rund 6 000 Stunden auf Tauchgängen zu verbringen. Durchaus angebracht, dass die Macher vom WDR und der BBC von einem "Projekt der Superlative" sprechen.

Zumal bei der Präsentation auf echte Star-Power gesetzt wird: Während in der englischen Version der berühmte Tierfilmer Sir David Attenborough als Erzähler fungiert, übernimmt diese Rolle in der deutschen Fassung der bekannte Schauspieler Axel Milberg. Die Musik stammt überdies von Hollywood-Größe und Oscar-Preisträger Hans Zimmer.

Atemberaubende Bilder

Doch das Wichtigste sind natürlich die Bilder, und die sind wahrlich atemberaubend. In der Auftaktfolge "Unbekannte Ozeane" sehen wir Delfine durch gigantische Wellen hindurchschwimmen, beobachten einen Großzahn-Lippfisch, der im Great Barrier Reef eine Muschel zu öffnen versucht, und erleben mit, wie vor der japanischen Küste ein Schafskopf-Lippfisch sein Geschlecht wechselt.

Undogmatisch und dennoch eindringlich weisen die Filmemacher aber auch darauf hin, dass die faszinierende Wasser-Welt vielfach bedroht ist, was vor allem auf uns Menschen zurückzuführen ist. Schön, dass die ARD dieses sechsteilige Doku-Juwel zur besten Sendezeit ausstrahlt.

Autor: Sebastian Hagner

20.2.2018, 14.05 Uhr

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