Kritik: CineKino - Großbritannien

Kurz, prägnant, gut

Die Dokumentationsreihe "CineKino" nimmt in sehenswerten Episoden die Kinokultur verschiedener Länder in den Blick. Los geht es mit Großbritannien.

Mutiges Unterfangen

Die Dokumentationsreihe "CineKino" versucht in jeweils 25-minütigen Episoden, die Essenz der Filmkunst eines Landes zusammenzutragen. Die erste Folge der zweiten Staffel widmete sich dem britischen Kino und seinen Machern. Statt jedoch aufgrund des engen Zeitkorsetts seiner Sendung "nur" bekannte Figuren wie James Bond in den Fokus zu rücken, nutzt Regisseur Matthias Luthardt sein Format optimal, um auch auf Genre-verändernde Werke hinzuweisen und sie in die cineastische Geschichte des Landes einzuordnen.

Für Cineasten

Dabei bleibt es nicht bei bloßen Titelnennungen: Die sehr gut ausgewählten Ausschnitte verdeutlichen punktgenau, warum ein Film, ein Darsteller oder ein Regisseur so wichtig für das Kino seiner Heimat war und ist. So geht es von den bekannten Namen Alfred Hitchcock über Ken Loach und Stephen Frears bis hin zu weniger berühmten Akteuren wie Andrea Arnold, Derek Jarman und dem Duo Michael Powell / Emeric Pressburger.

Viele Namen und Künstler, denen die Doku einen kleinen aber ehrenvollen Platz einräumt und so das Gefühl vermittelt, tatsächlich einen feinen Überblick über die Vielfalt des britischen Kinos zu erhalten. Daher: Unbedingte Empfehlung, sich auch die weiteren noch kommenden Teile dieser informativen Reihe anzusehen.

Autor: Csaba Lázár

22.2.2018, 17.33 Uhr

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