Kritik: Chaos-Queens - Lügen, die von Herzen kommen

Dating 2.0 für Anfänger

Auch die vierte Kerstin-Gier-Verfilmung "Chaos-Queens: Lügen, die von Herzen kommen" setzt auf Humor, leidet aber unter einer allzu vorhersehbaren Handlung. 

Sportlich: Journalistin Hanna (Anna König) mit ihrem Chef Adam (Tim Bergmann)

Humor statt Kitsch

Die ZDF-Reihe "HerzKino" am Sonntagabend ist mittlerweile eine Institution. Lange entführten vor allem Herzschmerz-Geschichten von Pilcher und Lindström auf die andere Seite des Ärmelkanals und nach Schweden, dann ging es mit Katie Fforde an die US-Ostküste und seit Kurzem mit Cecilia Ahern auch noch nach Irland.

Noch nicht allzu lange gesellt sich die Reihe "Chaos-Queens" dazu. Sie basiert auf den Bestsellern von Kerstin Gier und schweift weder in die Ferne, noch triefen die Filme vor Kitsch. Sie bauen vor allem auf Humor, einer Prise Selbstironie und Frauen mit Mut zur Schwäche. Das klappt mal mehr, mal weniger gut.

Wenig überraschend

"Lügen, die von Herzen kommen" liegt im Mittelfeld. Die Redakteurin Hanna (Anna König) soll für ihren neuen Chef Adam (Tim Bergmann) eine Dating-App testen und über ihre Erfahrungen schreiben. Einer ihrer Chatpartner entpuppt sich als Seelenverwandter – und beim ersten Treffen, wie überraschend, ausgerechnet als Adam, der statt der kurvigen Hanna die im Profil beschriebene Sportlerin erwartet hat.

Leider entwickelt sich die weitere Story nicht überraschender. Weder die frisch aufspielenden Katharina Schubert als Hannas Mutter und Mira Bartuschek als ihre Schwester können verhindern, dass der ein oder andere auch diesen Sonntagabend gemütlich vor dem Fernseher einnickt.

Autor: Susanne Bald

26.2.2018, 14.54 Uhr

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