Kritik: Kitchen Impossible

Fast jugendfrei

Roland Trettl vertritt Tim Mälzer bei "Kitchen Impossible" gegen Peter Maria Schnurr. Auch wenn es vergleichsweise harmlos zugeht, unterhaltsam ist der Koch-Wettstreit auch ohne Mälzer.

Gegner in der Küche: Roland Trettl (l.) und Peter Maria Schnurr

Verpatzte Rösti

Tim Mälzer hat frei. Schon in Staffel 2 nahm sich "The Brain" eine Auszeit. Damals sprang unter anderem Roland Trettl als Herausforderer ein. Einer seiner Gegner: Sternekoch Peter Maria Schnurr. Allerdings strahlte Vox diese Folge erst jetzt, in Staffel 3 aus. Das erklärt, warum Trettl permanent betont, sein Kontrahent sei gerade zum "Koch des Jahres" gekürt worden – obwohl das bereits 2016 geschehen ist und es inzwischen zwei neue Titelträger gibt.

Davon abgesehen fügt sich die Folge bestens in die aktuelle Staffel ein, in der es die Herausforderer darauf abgesehen haben, die Konkurrenz vor allem an vermeintlich leichten Gerichten scheitern zu lassen. So verbockt Roland Trettl simple Rösti, weil er die falschen Kartoffeln benutzt. Und Zwei-Sterne-Koch Schnurr weigert sich einfach, diverse Innereien in den Fleischwolf zu kippen, sondern greift lieber zur fertigen Wurst. In England landet der arme Mann dann auch noch in der Notaufnahme.

Auch ohne Mälzer unterhaltsam

Wir lernen: beim Schneiden immer den Daumen einziehen. Wir lernen nicht: besonders viele neue Schimpfwörter. Im Vergleich zu einer durchschnittlichen Mälzer-Folge fluchen Trettl und Schnurr nahezu jugendfrei. Ansonsten lebt das Format auch ohne Mälzer davon, dass die Profis nicht wissen, was sie tun. Und das ist auch für Kochlaien höchst unterhaltsam.

Autor: Martina Borgschulze

5.3.2018, 16.22 Uhr

TV-Kritik empfehlen