Kritik: Frankreich gegen den Rest der Welt

Lizenz zum Lachen

In der zweiten Staffel der Spionage-Satire "Frankreich gegen den Rest der Welt" werden die Lachmuskeln wieder ordentlich trainiert.

Bürokratischer Feind

Was braucht ein Agent für eine Mission auf Kuba? Drei Paar schwarze Hosen, drei schwarze Pullis und - ganz wichtig - drei vorschriftsmäßige Badehosen. Empfang bitte quittieren! In der zweiten Staffel der Spionage-Satire kämpfen die Agenten des französischen Geheimdienstes wieder unerschrocken gegen Staatsfeinde im In- und Ausland sowie eine überbordende Bürokratie. 

Jacquard (Karim Barras), Moulinier (Bruno Paviot), Calot (Jean-Edouard Bodziak) und ihr Vorgesetzter Colonel Mercaillon (Wilfred Benaïche) finden sich mitten im Kalten Krieg wieder und drohen, zwischen die Fronten zu geraten. Auch in den eigenen Reihen brodelt es: Der totgeglaubte Agent Merlaux (Hugo Becker) will Mercaillon als Nazi-Kollaborateur entlarven. Dafür ist ihm jedes Mittel recht. 

Hände hoch, oder ich stemple! 

Serienschöpfter Jean-François Halin macht sich mit großer Freude über den Verordnungs-Wahn in seinem Heimatland lustig. Seine bemitleidenswerten Helden benötigen selbst für die Befreiung vom wöchentlichen "Umtrunk" ein Formular. 

Neben Behördenschelte teilt Halin, jahrelang Autor einer französischen Satiresendung, mit hintergründigem Humor Seitenhiebe auf Nationalstolz und Engstirnigkeit aus. Schlapphüte zum Schlapplachen: Die Lizenz zum Schmunzeln wird erteilt! 

Autor: Florian Büttner

5.7.2018, 14.03 Uhr

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