Kritik: Das Sommerhaus der Stars

Im Abseits

Gibt es etwas Schlimmeres als ein Grottenkick bei der Fußball-WM? Sicher, das zeigt uns RTL mit dem "Sommerhaus der Stars".

Denkste!

Vor rund einer Woche konnte man sich am Montag mit Fußball bespaßen. Wobei "bespaßen" eher nicht das richtige Wort ist. Wer das Achtelfinale zwischen England und Kolumbien eingeschaltet hatte, erlebte einen Kick, der zäher als ein "SOKO Wismar"-Marathon war und mehr Prügeleien bot als ein "Tatort" mit Til Schweiger. 

Es kann nicht schlimmer werden? Denkste! RTL nutzt die WM-Pause und schickt wieder Promis, für die selbst das kyrillische Alphabet keine Buchstaben mehr hat, ins "Sommerhaus der Stars". 

"Promis" vom Feinsten

Beim Pärchenurlaub in Portugal testen u. a. Vox-Auswanderer "Malle Jens" und Gattin Daniela, wie krisenfest ihre Ehe ist. RTL verspricht "ungeschminkte Einblicke in das Beziehungsleben von Promipaaren". Ob man aber Ex-Botschaftergattin Shawne Fielding, Erotik-Model Micaela Schäfer und Wollersheim-Gespielin Bobby Anne Baker tatsächlich ungeschminkt zu Gesicht bekommt? Eher nicht. 

Immerhin gibt es schon kurz nach dem Einzug die erste Krise, weil sich Patricia Blanco und ihr Lover das größte Bett unter den Nagel gerissen haben. Die übrige Promi-WG echauffiert sich drehbuchgerecht und bemüht sich um Bettenwitze, die so treffsicher sind wie die kolumbianischen Elfmeterschützen. Ehrlich: Ein 120 Minuten langes Best-of-Video mit Neymar-Purzelbäumen wäre unterhaltsamer. 

Autor: Martina Borgschulze

10.7.2018, 13.23 Uhr

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