Kritik: Kinderüberraschung

Nur eine Niete

Die Sat.1-Komödie "Kinderüberraschung" bietet genügend Futter für eine starke TV-Komödie - Das bleibt jedoch meist unangetastet.

Nicht zum ersten Mal

Schon vier Mal standen Christoph M. Ohrt und Bettina Zimmermann gemeinsam für eine Sat 1-Komödie vor der Kamera. Beide schätzen am anderen das Talent für perfektes Timing, wie sie im Vorfeld der Sat1-Premiere erklärten. 

Schade, dass die beiden Hauptdarsteller selbiges in dem grob gestrickten Spaß so selten ausspielen können. In der Rolle des Gynäkologenpaares verhelfen sie anderen zum Familienglück. Und in ihrer Kinderwunschpraxis ist mächtig was los. Allerdings nichts, was man nicht schon anderswo Dutzende Male gesehen hätte – nur in lustiger. 

Befruchtungs-Fauxpas

Da gibt es durchdrehende Väter, Frauen mit Torschlusspanik und Bildungsbürgerinnen, die ihr Ungeborenes mit klassischer Musik beschallen. Dabei bietet die Grundidee der Komödie von Kai Meyer Ricks ("Schlimmer geht immer") eine Steilvorlage für Pointen am laufenden Band: Die Ärzte vertauschen aus Versehen die Eizellen zweier Patientinnen. Nun trägt die prollige Jessi (klasse Talent: Musikertochter Lara Mandoki) das Baby der verbissenen Akademikerin Julia (toll wie immer: Mira Bartuschek) in ihrem Bauch. 

Bis aus den verfeindeten Müttern beste Freundinnen werden, gibt es nette Nebenhandlungen und durchaus unterhaltsame Momente. Aber so richtig in Fahrt kommt die Story nicht. Diese Kinderüberraschung ist eine Niete. 

Autor: Stefanie Moissl

18.9.2018, 15.05 Uhr

TV-Kritik empfehlen