Kritik: The Chilling Adventures of Sabrina

Das Netflix-Reboot der 90er-Jahre-Sitcom "Sabrina - Total verhext" kommt als düstere Coming-of-Age-Geschichte daher.

Aus dem Alltag einer Hexe

Wer erinnert sich nicht an die 90er-Jahre-Sitcom "Sabrina - Total verhext", in der Melissa Joan Hart als Teenie-Hexe von einer Katastrophe in die nächste stolperte? Unterstützt von ihren netten Tanten und Salem, dem sprücheklopfenden schwarzen Animatronic-Kater.

Von dieser Heile-Welt-Idylle der arglos-biederen Hexerei kann sich der Zuschauer im Reboot "Chilling Adventures of Sabrina" getrost verabschieden. In ihrer neuen Inkarnation wird die Teenie-Hexe (Kiernan Shipka) nicht nur mit okkulten Bedrohungen, sondern auch mit Problemen wie Sexismus, Belästigung und Mobbing konfrontiert.

Dunkle Story

An ihrem 16. Geburtstag nimmt das Leben von Sabrina, die mit ihren Tanten Zelda (herrlich undurchsichtig: Miranda Otto) und Hilda (Lucy Davis) in einer Kleinstadt lebt, in der die Uhren anders ticken, eine Wendung. Bald muss Sabrina sich bösen Kräften entgegenstellen, die nicht nur ihre Familie und Freunde, sondern vor allem ihre Seele bedrohen.

Roberto Aguirre-Sacasa und Greg Berlanti setzen die neue Adaption der Comic-Reihe als dunkle Coming-of-Age-Geschichte in Szene, die mit ihrer abgründigen Stimmung eher an Grusel-Meilensteine wie "Rosemaries Baby" erinnert.

Autor: Kristin Lenk

29.10.2018, 12.33 Uhr

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