Kritik: The Kominsky Method

Herrlich bissig

Chuck Lorres Serie "The Kominsky Method" ist mit viel schwarzem Humor gespickt und feiert die Freundschaft zweier desillusionierter Herren.

Tolles Duo

Es gibt Formate, bei denen weiß man schon in den ersten fünf Minuten, dass man sie lieben wird, weil einfach alles stimmt – der Ton, der Humor, die Chemie zwischen den Darstellern. Die Netflix-Eigenproduktion "The Kominsky Method" ist ein Paradebeispiel dafür. 

Und das ist vor allem dem perfekten Zusammenspiel zweier Hollywood-Urgesteine zu verdanken: Michael Douglas als alternder Filmstar Sandy Kominsky und Alan Alda in der Rolle seines scharfzüngigen Agenten. "Die wahre Liebe zum Charakter, nicht die Jagd nach Geld und Ruhm unterscheidet den wirklich großen Künstler von …". Weiter kommt Kominsky beim Schauspielunterricht nicht. Denn einer seiner tumben Schüler unterbricht ihn mit Fragen zum korrekten Method-Acting für eine Shampoo-Werbung. 

Der richtige Ton

Chuck Lorres "The Kominsky Method" ist gespickt mit Seitenhieben auf den Jugendwahn Hollywoods, die Selfie-Generation oder das Filmbusiness. Und die hauen Douglas und Alda mit so viel bissiger Freude und in einem Tempo raus, dass man Gefahr läuft, die eine oder andere Anspielung zu verpassen. 

Mit viel schwarzem Humor feiert die Serie die Freundschaft zweier desillusionierter alter Herren, die ihr Herz aus Gold unter einer dicken Schicht lästernder Garstigkeit verbergen und trotzdem ihre Träume noch nicht aufgegeben haben. 

Autor: Kristin Lenk

16.11.2018, 17.45 Uhr

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