Kritik: Der Ranger

Mit den Wölfen heulen

Die neue Heimat-Reihe im Ersten punktet mit schönen Bildern aus der Sächsischen Schweiz und einem starken Hauptdarsteller im Pfadfinder-Look.  

Hüter des Waldes

Die Kamera gleitet über Baumriesen hinweg. Ein Sonnenstrahl bricht durch die Nebelwand und taucht trutzige Felsformationen in weiches Licht. Der Vorspann der neuen Reihe erinnert an eine Naturdoku. Zugegeben: Es ist eine beeindruckende Kulisse, vor der Philipp Danne den Hüter des Waldes spielen darf.

An Originalschauplätzen gibt er im Pfadfinderlook den Ranger Jonas, der sich um den Erhalt der Fauna und Flora im Nationalpark Sächsische Schweiz kümmert. Doch wirtschaftliche Interessen bedrohen das Idyll: Jonas Gegenspieler, der Unternehmer Nollau, will innerhalb der Schutzzone Lithium fördern. Gerade jetzt, wo ein Wanderwolf gesichtet wurde. Gemeinsam mit der - natürlich attraktiven - Biologin Emilia (Liza Tzschirner) versucht Jonas, Nollaus Pläne zu durchkreuzen.

Romantik und Action

Mit den Wölfen heulen: Diesem Motto sind die Macher der Ranger-Abenteuer augenscheinlich gefolgt. "Forsthaus Falkenau"-Romantik, gepaart mit "Bergretter"-Action - bei dieser Mischung kann wenig schiefgehen. Ach ja – die Ökobotschaft darf natürlich nicht fehlen. Philipp Danne stehen Ranger-Kluft wie Rolle allerdings gut. Wenn der Arzt aus "In aller Freundschaft" mit Fliegerbrille im Jeep dahinbraust, ähnelt er ein wenig Tom Cruise zu "Top Gun"-Zeiten. Ein würdiger Leitwolf für das ansonsten eher blasse Rampenlicht-Rudel.

Autor: Florian Büttner

23.11.2018, 14.25 Uhr

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