Kritik: Spreewaldkrimi - Tödliche Heimkehr

Krimi-Magie

Die Veränderung des Kommissars schreitet voran: Der elfte "Spreewaldkrimi" zeigt Krüger "jenseits des Gesetzes".   

Der veränderte Kommissar

Im sonst so beschaulichen Lübbenau tagt ein internationales Schiedsgericht, weil ein polnischer Investor das Land Brandenburg verklagt. Er hat in das Hotelprojekt der Spreewald-Heimkehrerin Tanja Bartko (Nadja Uhl) investiert, das nun aus Naturschutzgründen vor dem Aus steht. Als Bartkos Anwalt tot an einem Wehr gefunden wird, ist die hübsche Frau sofort verdächtig.

Kriminalrat Krüger (Christian Redl), der sich im zweiten "Spreewaldkrimi: Der Tote im Spreewald" (2010) in Bartko verliebt hatte, soll jetzt ihre Schuld beweisen. Doch der Ermittler, der im letzten Fall nur knapp einen Brandanschlag auf seinen Wohnwagen überlebt hatte, hat sich seitdem stark verändert: "Er erkennt, dass es eine Gerechtigkeit jenseits des Gesetzes gibt", so Redl.

Neue Wege 

Diese brisante Konstellation und das feine Zusammenspiel von Redl und Uhl machen den Reiz des Films aus. Daneben besticht auch der mittlerweile elfte Teil der Reihe (Drehbuch wie immer: Thomas Kirchner) durch die Bereitschaft, immer wieder neue Wege im sonst allzu einförmigen TV-Krimisumpf zu gehen: Diesmal sogar in Form eines animierten Drachens aus der sorbischen Sagenwelt, der von den Machern von "Games of Thrones" designt wurde. Als Fantasiegestalt ist der zwar nur ein imaginärer Spielgefährte für Tanja Bartkos Sohn, trotzdem sorgt er für reichlich Spreewaldmagie.

Autor: Björn Sommersacher

26.11.2018, 15.11 Uhr

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