Kritik: Sing meinen Song - Weihnachtskonzert 2018

Weihnachtszonk

Das diesjährige Weihnachtskonzert der "Sing meinen Song"-Barden hat musikalisch nicht so viel zu bieten, dafür aber viel Gefühl.

Viel Feststimmung

"Das ist der Zonk unter den Weihnachtsliedern", stellt Mark Forster fest und meint damit "Last Christmas". Wir erinnern uns: Der "Zonk" war in der Spielshow "Geh aufs Ganze" die Niete – aber doch auch irgendwie süß. Insofern trifft die Bezeichnung auch auf das Vox-"Weihnachtskonzert" zu.

Alljährlich kommen da die Stars der aktuellen "Tauschkonzert"-Staffel auf einer Berghütte zusammen. Traditionell können die Musiker mit Besinnlichkeit nur wenig anfangen, weshalb die Show bislang wie eine musikalische Version des "Grinch" anmutete. In diesem Jahr aber wird erstaunlich viel Feststimmung verbreitet.

So einige Fremdschämmomente

Bis aber Mary Roos, Rea Garvey und Marian Gold mit Anekdoten aus ihrer Kindheit begeistern und Mark Foster einen rührenden polnischen Weihnachtsbrauch vorstellt, muss man als Zuschauer einige Fremdschämmomente überstehen. Johannes Strathes Ohrenschmerzen verursachende Version von "In der Weihnachtsbäckerei" zum Beispiel. Oder sein eher chaotisches Duett "Baby, it's cold outside" mit Judith Holofernes.

Musikalisch hat diese Ausgabe weniger zu bieten als ihre Vorgänger. Dafür gibt's mehr Gefühl. Irgendwie wie ein Heiligabend, an dem die Gans verbrannt, der Christbaum krumm und das Geschenk noch in der Post ist. Und man sich dennoch freut, dass man zusammen ist.

Autor: Martina Borgschulze

27.11.2018, 13.56 Uhr

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