Kritik: Schneeweißchen & Rosenrot

Auf dem "Herzkino"-Sendeplatz startet das ZDF seine vorweihnachtliche Märchenreihe. "Schneeweißchen & Rosenrot" dürfte Herzkino- und Märchenfans zufriedengestellt haben.

Was die ARD vormacht

Öfter mal was Neues? Nicht wirklich. Aber da Märchenverfilmungen gerade zur Weihnachtszeit immer gut zu gehen scheinen (die ARD macht es mit "Sechs auf einen Streich" vor), startete das ZDF am dritten Advent einen neuen Ableger seiner "Herzkino"-Reihe: "Herzkino.Märchen". 

Die moderne Version des Grimm-Klassikers "Schneeweißchen und Rosenrot" erhielt den Sendeplatz, auf dem normalerweise die Pilcher- und Lindström-Heldinnen versuchen, ihre Frau zu stehen und dabei den Mann fürs Leben zu finden. 

Gelungenes Herzkino

Groß umstellen mussten sich die Zuschauer nicht bei dieser Mischung aus Drama, Romanze und Märchen mit Anleihen aus Soaps und Castingshows – sogar Jorge González, früher Laufstegtrainer , heute "Let’s Dance"-Juror, hat einen Auftritt. 

Die Jungdarstellerinnen Zoe Moore und Jeanne Goursaud liefern in den Titelrollen zuckersüße Vorstellungen ab, und Altstar Gaby Dohm hat sichtlich Spaß am Spiel der exaltierten Chefin des Modehauses Style, das den Wettbewerb austrägt, an dem die Jungdesignerinnen Rosalie und Bianca teilnehmen. Reichlich vorhersehbar ist freilich nicht nur, wer sich am Ende als Traumprinz entpuppen wird. Ihm in Anspielung an das Märchen auch noch den Namen Bär zu geben, ist dann doch etwas übertrieben. Alles in allem aber: gelungenes Herzkino. 

Autor: Susanne Bald

17.12.2018, 13.08 Uhr

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