Kritik: A Christmas Prince – Royal Wedding

Netlix’ Fortsetzung zu "A Christmas Prince" ist Kitsch in Reinform – macht aber gerade deshalb richtig Spaß.

Zuckersüß albern

Letztes Jahr war sich der Streaming-Anbieter Netflix nicht zu schade, seine weihnachtliche Eigenproduktion "A Christmas Prince" auf Twitter höchstselbst durch den Kakao zu ziehen. Trotzdem oder gerade deshalb wurde die Liebeskomödie, die sich mit augenzwinkerndem Genuss in jedem noch so ausgelutschten Klischee suhlte, ein Hit.

Dieses Jahr setzt Netflix mit der Fortsetzung "Royal Wedding" noch einen drauf. Auf dem Weg zum Altar müssen die Amerikanerin Amber (Rose McIver) und König Richard (Ben Lamb) von Aldovia – natürlich – einige Hürden nehmen: Es gilt das Land vor dem Bankrott zu retten, eine fiese Intrige aufzudecken und nebenbei ein Hochzeitskleid zu finden, das nicht aussieht, als hätte jemand mit verbundenen Augen versucht, ein Barbie-Kleid aus Omas Gardine zusammenzunähen.

Überdosis Kitsch

Dazu kommt noch ein exzentrischer indischer Hochzeitsplaner, Ambers Vater (Neubesetzung John Guerrasio), der aus unerfindlichen Gründen redet, als wäre er ein Mafioso in "Goodfellas" und Cousin Simon (Theo Devaney), Bösewicht des ersten Teils, der jetzt irgendwie doch zu den Guten gehört. Das alles ist so unerträglich zuckersüß, dass man Karies bekommt. Da der Film sich selbst jedoch nicht eine Sekunde ernst nimmt, macht diese Kitsch-Überdosis einfach nur Spaß.

Autor: Kristin Lenk

21.12.2018, 14.34 Uhr

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