Kritik: Die Galoschen des Glücks

Wohlfühlmärchen

Das Märchen "Die Galoschen des Glücks" erzählt eine zuckersüße Romanze, die pergekt ins Weihnachtsprogramm passt.

Magische Treter

Küchenjunge Johann (Jonas Lauenstein) ist ein Träumer, der gerne zu den Oberen Zehntausend gehören würde. Als er durch Zufall die "Galoschen des Glücks" überstreift, geht sein Wunsch in Erfüllung: Er wird zum Edelmann und setzt alles daran, das Herz der hübschen Prinzessin Aurora (Josefine Voss) zu erobern. 

Freilich behält er trotz teurer Kleidung die Manieren eines Küchenjungen, was für einige ganz nette Slapstickszenen sorgt. Weit schlimmer jedoch: Er lässt sich von der Prinzessin blenden, die in Wahrheit eine charakterlich verdorbene Zicke der übelsten Sorte ist. Dabei übersieht er, dass die liebenswerte Zofe Lisbeth (Luise von Finckh) viel besser zu ihm passen würde. 

Märchenerprobt

Der 46. Film der Reihe "Sechs auf einen Streich" erzählt eine zuckersüße Romanze, die schön anzusehen ist und perfekt ins Weihnachtsprogramm passt. Auch dank Annette Frier und Inka Friedrich, die als gegensätzliches Feenpaar Frau Sorge und Frau Glück für reichlich Trubel sorgen. 

Das Drehbuch haben die märchenerprobten Autoren Anja Kömmerling und Thomas Brinx nach Motiven von Hans Christinan Andersen geschrieben. Bei dem geht die Geschichte allerdings anders aus: Wer die Zaubergaloschen überstreift, dem wird übel mitgespielt. Küchenjunge Johann hingegen findet sein Glück – aber erst, als er die Treter wieder ablegt.

Autor: Björn Sommersacher

27.12.2018, 13.36 Uhr

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