Kritik: Kessler ist ... Rolando Villazón

Comedian Michael Kessler verwandelt sich zum Auftakt der fünften Staffel "Kessler ist ..." in Rolando Villazón. Das Format beeindruckt wie immer.

Wie soll das denn gehen? 

Das fragt man sich sicher, wenn man Rolando Villazón und Michael Kessler zum ersten Mal nebeneinander sieht. Der mexikanische Tenor ist ein brodelndes Energiebündel, temperamentvoll bis in die Haarspitzen und immer in Bewegung. Ganz anders der Comedian und Schauspieler Michael Kessler: ruhig, aufgeräumt und klar wirkt er. 

Trotzdem will er sich in Villazón "verwandeln" und dem Opernstar dann die Möglichkeit bieten, sich quasi selbst zu befragen. Dafür recherchiert Kessler fleißig bei Weggefährten Villazóns, aber er verwandelt sich auch körperlich: Perücke und Brille setzt er sich auf und er nimmt Villazóns Mimik, Stimme und Gestik an. Kessler, der in Bochum Schauspiel studiert hat und mit "Manta, Manta" bekannt wurde, macht das so gut, dass es Villazón beinahe die Sprache verschlägt. 

Fesselnd

Die Idee zu dem ungewöhnlichen Format geht auf die israelische TV-Show "How To Be" zurück. Seit 2014 betreibt Kessler seine Metamorphosen, fesselnd ist die halbstündige Show noch immer. 

In Staffel fünf verwandelt er sich noch in Bülent Ceylan und in Rainer Calmund – alleine körperlich garantiert eine Herausforderung. Eine ganz besondere Folge wird aber definitiv die letzte der neuen Staffel: Am 25. Januar heißt es: "Kessler ist … Michael Kessler". Wie das wohl gehen soll?

Autor: Björn Sommersacher

4.1.2019, 13.34 Uhr

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