Kritik: Schnitzel de Luxe

"Schnitzel de Luxe" ist bereits der vierte Teil der "Schnitzel"-Reihe, die von Micha Lewinsky inszeniert wurde. Ein Film, der Spaß macht.

Schluss mit Hartz

Schnitzel de Luxe? Klingt ein wenig nach Franck Ribérys Blattgoldsteak. Aber damit haben die beiden Langzeitarbeitslosen Günther Kuballa (Armin Rohde) und Wolfgang Krettek (Ludger Pistor) selbstverständlich rein gar nichts am Hut. Das kulinarische Objekt der Begierde der zwei "Hartzer" ist seit 2009 das gutbürgerliche Schnitzel. Diesmal bietet sich den beiden eine einmalige Gelegenheit, ihrer anhaltenden "Beschäftigungsdelle" zu entrinnen. 

Der Wirt ihrer geliebten Schnitzelbude geht in Rente und sucht einen Nachfolger. Was den beiden dazu fehlt, ist das natürlich das entsprechende Startkapital. Doch dann taucht der millionenschwere Kunstliebhaber Ralf Sonne (Albrecht Ganskopf) auf und macht sich an Wolfgangs Frau Karin (Therese Hämer) heran. Günther und Wolfgang entwickeln einen verwegenen Plan, mit dem sie den Bonzen um das Startkapital erleichtern wollen. 

Allerbeste Spiellaune

"Schnitzel geht immer", Günthers Credo trifft auch auf den mittlerweile vierten "Schnitzel"-Film zu, der von Micha Lewinsky nach einem Drehbuch von Ingo Haeb inszeniert wurde. 
Auch wenn die Geschichte reichlich überzogen ist, die Figuren Karikaturen sind (der Grieche) und die Sozialkritik eher Beilage ist – der Film macht Spaß, da das Drehbuch stimmt und Rohde und Pistor definitiv in allerbester Spiellaune sind. Lang lebe das Schnitzel!

Autor: Björn Sommersacher

11.1.2019, 13.26 Uhr

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