Kritik: FBI

Die US-Krimiserie "FBI" zeigt das typische Muster einer amerikanischen Polizeiserie. Solide gemacht, aber ein wenig ambitionslos und vorhersehbar.

Schock, Trauer, Wut

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde das Federal Bureau of Investigation (FBI) in den USA zur größten zivilen Behörde in Sachen Terrorbekämpfung ausgebaut. Es ist sicher kein Zufall, dass die Bombenexplosion in New York, mit der die im deutschen Free-TV neu anlaufende Serie "FBI" beginnt, an die verheerenden Ereignisse von 2001 erinnert. 

Schock, Trauer, aber auch Wut und eine grimmige Entschlossenheit – all das zeichnet sich auf dem Gesicht der FBI-Agentin Maggie Bell (Missy Peregrym) ab, die gemeinsam mit ihrem Partner Omar Adom "O.A." Zidan (Zeeko Zaki) vor Ort ist und die Ermittlungen aufnimmt. Was zunächst nach einem Bandenkrieg in der Bronx aussieht, entpuppt sich als komplexerer und vor allem politisch heikler Fall. 

Drüben erfolgreich

Das Konzept der Serie stammt von dem TV-Veteranen Dick Wolf, der bereits mit diversen "Law & Order"- und "Chicago"-Formaten reüssierte. Auch "FBI" kommt bei den US-Zuschauern gut an, was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass es das altbewährte Genre des "Police Procedurals" routiniert in eine neue Umgebung verpflanzt. 

Im Mittelpunkt stehen die Ermittlungen und die Ermittler. Das ist alles solide gemacht und gespielt – leider aber auch ein wenig ambitionslos und vorhersehbar. Dem Erfolg von "FBI" dürfte das jedoch keinen Abbruch tun.

Autor: Sebastian Hagner

11.1.2019, 13.43 Uhr

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