Kritik: Die Toten von Salzburg: Königsmord

Der dritte Fall von "Die Toten von Salzburg" zeigt wieder eine Menge augenzwinkernden Humor – und hätte ruhig noch ein wenig länger dauern können.

Weiß-blaues Territorium

Klar und kurz: So liebt Major Palfinger (Florian Teichtmeister) Fallbesprechungen. "Wos is?" "A Leich", antwortet Kollegin Russmeyer. Den Würstelkönig Gschwandtner hat’s erwischt. Und weil der Meister der Gebrühten-Branche sein Imperium auf bayerischem Boden betrieb, stöhnt Palfinger folgerichtig: "Ned schon a wieder a weiß-blaue Gschicht!". 

Oh doch. Und so rückt erneut Kommissar Mur (Michael Fitz) aus Traunstein an. Das Duo stellt fest, dass es einen Zeugen gab: Tyki, der Adoptivsohn des Opfers, hat den Mörder beobachtet und ist seitdem verschwunden. Palfinger setzt alles darin, den Jungen zu finden. Denn ausgerechnet in dem Zyniker im Rollstuhl, der sein Gefühle sonst hinter Schloss und Riegel hält, erwachen Vatergefühle. 

Kurzweilig

Auch im dritten Fall des Ermittlerteams regiert augenzwinkernder Humor, wenn deutscher Pragmatismus auf österreichische Lässigkeit trifft. Geschickt streut Buchautor Stefan Brunner kleine Spitzen ein, wenn er etwa Mur sagen lässt: "Er war kriminell. Und obendrein Österreicher". 

Für das Sahnehäubchen – oder besser den Schlagobers des Films – sorgt diesmal allerdings Hofrat Seywald (Erwin Steinhauer), der sich mit seinem Stammkellner eine Kaffeehausfehde um sein nicht lieferbares Lieblingsgetränk liefert. Ein Scharmützel mit Schmäh, das leider viel zu schnell vorbei ist.

Autor: Florian Büttner

17.1.2019, 14.51 Uhr

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