Kritik: Star Trek: Discovery

Fans haben ein gespaltenes Verhältnis zur Serie aus dem Star-Trek-Universum. In Staffel 2 übernimmt einer der großen Star-Trek-Helden die Brücke.

Gelungenes Format

Als 2017 seit langer Zeit die erste neue Serie aus dem "Star Trek"-Universum zu sehen war, waren Fans tief gespalten. Vielen eingefleischten Trekkies war der Look zu modern, der Zeitraum innerhalb des Kanons suspekt, und das veränderte, nun echsenartige Aussehen der Klingonen kam gar einem Sakrileg gleich. 

Trotzdem gelang es dem Format dank guter Geschichten und toller Darsteller – allen voran der geniale Jason Isaacs und die anbetungswürdige Michelle Yeoh – die Zuschauer für sich zu gewinnen. 

Helden kehren zurück

Staffel zwei, die nun bei Netflix startete, wurde entsprechend gespannt erwartet. Nicht zuletzt, weil einer der großen Star-Trek-Helden die Brücke übernimmt: Captain Christopher Pike. Und schon nach nur wenigen Minuten der ersten neuen Folge wird klar, dass man kaum eine perfektere Besetzung hätte finden können als Anson Mount ("Hell on Wheels"). 

In der klassischen Uniform und mit viel Charme, Humor und Charisma erobert Pike nicht nur die Herzen der Discovery-Besatzung im Sturm. Auch zwischen ihm und Sonequa Martin-Green alias Michael Burnham stimmt die Chemie von Anfang an. So kann die Suche nach rätselhaften Raum-Signalen und ihrem geheimnisvollen Ursprung beginnen. Einziger Wermutstropfen: Bisher war noch keine Spur von Ethan Pecks Mr. Spock zu sehen.

Autor: Kristin Lenk

18.1.2019, 15.01 Uhr

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