Kritik: Die Spezialisten – Im Namen der Opfer

Alina Levshin ist neu bei "Die Spezialisten". Die Vertretung von Valerie Niehaus gibt eine fabelhafte Rechtsmedizinerin ab.

Charakterkopf

"Ich halte nicht viel von diesem Mertens. Männer wie er lassen selbst eine Wissenschaftlerin wie mich daran zweifeln, ob der Neandertaler wirklich ausgestorben ist", das sagt die unterkühlte Rechtsmedizinerin Dr. Julia Löwe (Alina Levshin) über ihren smarten Kollegen, Kriminalhauptkommissar Henrik Mertens (Matthias Weidenhöfer). 

Der ist zunächst auch nicht gut auf seine neue, völlig empathielose Kollegin zu sprechen. Löwe, die in ihrer Freizeit am liebsten Tierkadaver präpariert, springt als Interims-Vertretung bei der Berliner Spezialeinheit für ungeklärte Altfälle für Dr. Katrin Stoll (Valerie Niehaus) ein, die sich eine Auszeit genommen hat.

Keine Langeweile

In Löwes erstem Fall ("Wut") geht es um den Mord an einem Polizisten während der Krawalle am 1. Mai 2009. Schnell stellt sich heraus, dass das Opfer auch Täter war: Der labile David Kreis hatte ein Aggressionsproblem und verprügelte regelmäßig seine Frau. Die entscheidenden Impulse zur Lösung des Falls, der frei nach Hitchcock auch "Die Fremde im Frauenhaus" heißen könnte, kommen natürlich von Dr. Löwe. 

Wie lange die Übergangslösung mit der fabelhaften Levshin ("Im Angesicht des Verbrechens") dauern wird, und wann Valerie Niehaus zurückkehren wird, ist unklar. Sicher ist: Mertens und auch der Zuschauer werden sich mit Dr. Löwe nicht langweilen.

Autor: Björn Sommersacher

23.1.2019, 16.34 Uhr

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