Kritik: Mord geht immer

Fritzi Haberland gibt in "Mord geht immer" die lebhafte Kommissarin Maxxie Schweiger. Ein Krimi mit feinem Humor und einer exzentrischen Ermittlerin.

Die einzig Verbliebene

Nun ist also auch Fritzi Haberlandt versorgt. Die gebürtige Berlinerin dürfte einer der letzten deutschen TV- und Filmstars gewesen sein, der noch keine feste Rolle in mindestens einer Krimireihe hatte. Die quirlige Haberlandt scheint die perfekte Besetzung zu sein für die nicht minder lebhafte Kommissarin Maxxie Schweiger. 

Deren Nachname ist ein wenig subtiler Gag, denn von Schweigen kann bei der dauerquasselnden Ermittlerin nun wirklich keine Rede sein. Das strapaziert zuweilen durchaus die Nerven der Menschen um sie herum: "Übergriffig, unverschämt und chaotisch, ohne jede Sozialkompetenz" sei sie, bricht es einmal aus ihrem Vorgesetzten Wehner (Rudolf Kowalski) heraus – der sich allerdings umgehend entschuldigt, wohl auch, weil er weiß, wie begabt seine unkonventionell ermittelnde Kommissarin ist. 

Ganz klassisch

In "Der Chef ist tot" hatte Schweiger 2016 ihren ersten Auftritt. In ihrem neuen Fall ermittelt sie im malerisch gelegenen Restaurant "Waldesruh", in dem der Saucier ins Jenseits befördert wurde. Verdächtig sind fast alle Kollegen, und Autor Stefan Rogall und Regisseur Markus Sehr schmecken die mörderische Atmosphäre in der Küche mit feinem Humor ab. 

Zum Schluss versammelt Maxxie wie in alten Krimis alle Verdächtigen um sich und präsentiert die Lösung des Falls. Fortsetzung geht immer.

Autor: Sebastian Hagner

24.1.2019, 16.01 Uhr

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