Kritik: Polar

Von der Besetzung über die exzentrischen Kostüme und das schonungslose Gusto, mit dem die hochstilisierte Comic-Action zelebriert wird, zeigt "Polar" in jeder Einstellung, wieviel Spaß und Arbeit der Produktion steckt. 

Anti-Held in Aktion

Dass die Verfilmungen von Graphic-Novels sich gern nah an den Szenen-Bildern ihres Quelltextes orientieren und darum visuell überaus ansprechend sind, wissen geneigte Zuschauer bereits seit "Watchmen" oder "Sin Ciy". Jonas Åkerlunds Adaption von Victor Santos’ Profikiller-Mär "Polar" gibt sich wenig zimperlich, wenn es darum geht, seinen Anti-Helden in Aktion zu zeigen. 

Duncan Vizla alias "Der Black Kaiser" (Mads Mikkelsen) ist einer der besten Auftragsmörder der Welt. Als er sich kurz vor seinem 50. Geburtstag in einem verschneiten Kaff zur Ruhe setzt, ist das seinem Boss Mr. Blut ein Dorn im Auge. Schließlich muss die Firma für Vlad und andere im Ruhestand befindliche Kollegen Rente zahlen. Und so hat Duncan, der sich in seiner eisigen neuen Heimat mit seiner jungen Nachbarin angefreundet hat, bald ein Killerkommando am Hals – und erteilt dem Nachwuchs eine blutige Lektion. 

Ein Grund zum Feiern

Von der Besetzung über die exzentrischen Kostüme und das schonungslose Gusto, mit dem die hochstilisierte Comic-Action zelebriert wird, bis hin zum genialen Twist am Ende zeigt "Polar" in jeder Einstellung, wieviel Spaß und Arbeit in dieser Netflix-Produktion steckt. 

Neben dem immer großartigen Mikkelsen glänzen der britische Komiker Matt Lucas, Vanessa Hudgens und die grandiose Katheryn Winnick.

Autor: Kristin Lenk

28.1.2019, 14.03 Uhr

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