Kritik: Bier Royal

Im ZDF-Zweiteiler "Bier Royal geht es um den Machtkampf in einer alten Münchner Bier-Dynastie. Eine Hommage an eine Kultserie von Helmut Dietl.

Blitzhirn Renate

"Bier Royal‘: unsere neue Serie. Jedes Wochenende eine andere Geschichte (…) wir gehen an die Münchner Bierdynastie heran (…). Super Titel, oder?" Reporterin Renate Rottmann (Ulrike Kriener) kann die neue Idee ihres Chefs (Thomas Loibl) nicht ganz nachvollziehen: "Aber das klingt doch wie …" – "Ja, eben, eben, das klingt wie!", platzt der fast vor Stolz. "Das heißt, Sie stellen sich ne leicht investigative Geschichte vor, mit dreckigen Details aller Art?" folgert die Journalistin und macht ihren Boss glücklich: "Blitzhirn Renate – I love it!". 

Wer sich gerade beschweren wollte, dem wird schnell der Wind aus den Segeln genommen: Die Titel-Ähnlichkeit des ZDF-Zweiteilers mit Helmut Dietls Kultserie "Kir Royal" über Klatschreporter Baby Schimmerlos ist nämlich kein billiger Diebstahl, sondern volle Absicht und eine kleine Hommage. 

Zweikampf

Im Mittelpunkt stehen zwei temperamentvolle Frauen: Gisela (Gisela Schneeberger) und Vicky (Lisa Maria Potthoff), die Witwe des verstorbenen Patriarchen der Münchner Bier-Dynastie Arnulf Bräu und dessen Tochter aus erster Ehe. Beide streiten sich um die Vormachtstellung in der Brauerei. 

Die Figur der Gisela wurde Schneeberger auf den Leib geschrieben. Die Dietl-Veteranin ("Monaco Franze") und ihre Kollegen hatten spürbar Freude beim Drehen – und der Zuschauer am Ergebnis.

Autor: Susanne Bald

29.1.2019, 14.54 Uhr

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