Kritik: The Umbrella Academy

Einfach grandios: Die Netflix-Eigenproduktion "The Umbrelly Academy" basiert auf einer preisgekrönten Comicreihe und setzt diese mit tollen Darstellern fabelhaft um.

Schön dysfunktional

Keine Familie ist perfekt. Was aber, wenn besagte Familie auch noch Superkräfte besitzt? Eine Antwort darauf liefert Netflix mit seiner grandiosen Eigenproduktion "The Umbrella Academy", die auf der preisgekrönten Comicreihe von Gerard Way, seines Zeichens Sänger von "My Chemical Romance", und Gabriel Bá basiert. 

1989 schockiert ein unheimliches Phänomen die Welt: Rund um den Globus werden 43 Kinder geboren – deren Mütter einen Tag zuvor noch gar nicht schwanger waren. Der exzentrische Milliardär Reginald Hargreeves adoptiert sieben von ihnen. 

Außergewöhnliche Geschwister

Aus den Kids, die über ungewöhnliche Fähigkeiten verfügen, macht er ein Superheldenteam. Doch der Leistungsdruck, die ungewöhnliche Familiendynamik und ein unerwarteter Verlust treiben sie nach und nach aus dem Haus. Erst als Reginald Jahre später unter mysteriösen Umständen stirbt, sehen sich Adoptiv-Geschwister wieder. Das emotionale Zusammentreffen hält so einige Überraschungen bereit – und natürlich muss auch noch die Welt gerettet werden. 

Dank einer Produktion, die das schräge Comicdesign gekonnt einfängt, und starken Darstellern wie Ellen Page (oscarnominiert für "Juno"), Tom Hopper ("Merlin"), Robert Sheehan ("Misfits") und Mary J. Blige bleibt auch das nicht unerhebliche emotionale Gepäck der Figuren nicht auf der Strecke. 

Autor: Kristin Lenk

21.2.2019, 13.24 Uhr

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