Kritik: Getrieben

Der Psychothriller "Getrieben überzeigt nicht nur durch seine packende und wendungsreiche Handlung, sondern auch durch ein fantastisches Ensemble um Petra Schmidt-Schaller und Ulrike C. Tscharre.

Der perfekte Thrill

Die Ermittlerin Sibylle Deininger bittet ihre Ex-Freundin Kara Bischoff um Hilfe. Wie so oft zuvor soll die Psychologin ihr bei einem Fall helfen. Eine Studentin wurde brutal misshandelt und ermordet, ein Serientäter scheint umzugehen. 

Kara findet sich schnell in einem Albtraum: Ohne feste Beweise ist sie an ihre Schweigepflicht gebunden, doch in ihr wächst der Verdacht, dass einer ihrer Patienten der Täter ist. Aber kann sie sich da sicher sein? Genau das fragt sich auch der Zuschauer des ZDF-Films: Wer ist hier eigentlich gut, wer böse? Das glaubt man ebenso schnell zu wissen, wie man diese Meinung mehrmals wieder ändert. Trauen kann man in "Getrieben" nämlich niemandem (oder doch?). 

Im besten Sinne

Wendungsreich, packend, nervenzehrend und stellenweise geradezu gruselig: Mit dem aktuellen "Fernsehfilm der Woche" ist der Regisseurin Maris Pfeiffer ein intensiver Psychothriller im besten Sinne gelungen, und seine Besetzung kann sich sehen lassen. 

Die Spannung und gleichzeitige Anziehung zwischen Ulrike C. Tscharre und Petra Schmidt-Schaller als Sibylle und Kara kann man förmlich spüren, ohne zu erfahren, was eigentlich zur Trennung des Paares geführt hat. Ebenso überzeugend zeigt sich der Rest des Ensembles, darunter der wie immer fantastische Matthias Matschke und die erfrischende Nina Gummich.

Autor: Susanne Bald

26.2.2019, 13.13 Uhr

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