Kritik: Verliebt in Valerie

Die romantische Komödie über einen Autisten und ein chaotisches Zimmermädchen lebt von der Leistung des Hauptdarstellers Sebastian Zimmler.

Eitel Sonnenschein

"Glatt weggepustet" hat Mina Tander die schauspielerische Leistung ihres Drehpartners Sebastian Zimmler. Der gebürtige Berliner ist eigentlich Theatermann, vor der Kamera taucht er nur sporadisch auf. Dann aber mit viel Präsenz. Zuletzt in der Netflix-Produktion "Dogs of Berlin" als Berliner Neonazi. Oder eben jetzt in Claudia Gardes ("Das Nebelhaus") romantischer Komödie "Verliebt in Valerie".

Zimmler spielt den Hotelangestellten Florian, der bis über beide Ohren in das chaotische Zimmermädchen Valerie (Mina Tander) verliebt ist. Die Besonderheit: Florian ist eigentlich studierter Meteorologe - und er ist Autist. In seiner Freizeit beschäftigt er sich hauptsächlich mit Wettervorhersagen, in Beziehungsfragen ist er ziemlich unerfahren. Gut, dass ihn sein Chef, Facility Manager Henk (Martin Wuttke), mit Flirttipps unterstützt. Klar, dass die gutgemeinten Ratschläge nur noch für mehr Chaos sorgen.

Ungewöhnliche Konstellation

Ungeachtet einiger Tiefdruckgebiete in Valeries Leben herrscht am Ende freilich trotzdem eitel Sonnenschein. Was die charmante Komödie von anderen Produktionen in ähnlichem Fahrwasser abhebt? Die ungewöhnliche Paarkonstellation und vor allem die Leistung von Sebastian Zimmler, der als unkonventioneller Romeo auf ganzer Linie überzeugt. Was ihn angeht, kann man Frau Tander nur beipflichten.

Autor: Björn Sommersacher 

4.3.2019, 13.32 Uhr

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