Kritik: New Amsterdam

In der Serie "New Amsterdam" glänzt Ryan Eggold ("Blacklist") als Arzt mit Zukunftsambitionen. Ein solides Format, das mit bissigen Seitenhieben auf das US-Gesundheitssystem nicht geizt.

Heiler unter Zeitdruck

Die erste Amtshandlung von Dr. Max Goodwin (Ryan Eggold) hat es in sich: Eigentlich sollte sich der neue Direktor des New Amsterdam Hospitals in New York bei einer Personalversammlung seinen neuen Kollegen vorstellen – stattdessen feuert Max erstmal die komplette Herzchirurgie. Denn die Götter in Weiß der Abteilung kümmern sich zu wenig um ihre Patienten und zu sehr um ihre Erfolgsstatistik. 

Max, einst Chef einer kleinen Wohltätigkeitsklinik, hat große Pläne für das riesige Krankenhaus, dem er nun vorsteht. Seine Mission: Den Klinikbetrieb so schnell und radikal wie möglich umkrempeln, bevor ihn der Aufsichtsrat oder sein eigener Körper ausbremst. Denn was nicht mal seine hochschwangere Frau ahnt: Max hat Krebs. 

Mehr als eine Serie

Sicher, auf den ersten Blick kommt "New Amsterdam" wie eine weitere Arztserie um einen Mediziner, der zu gut ist, um wahr zu sein, daher. Tatsächlich basiert das Format, das mit bissigen Seitenhieben auf das US-Gesundheitssystem nicht geizt, aber auf der Biografie "Twelve Patients: Life and Death at Bellevue Hospital" von Eric Manheimer – einst Chef des größten und ältesten New Yorker Hospitals. 

Hauptdarsteller Ryan Eggold ("Blacklist") darf als wenig ambivalenter Charakter glänzen und ergänzt sich gut mit anderen TV-Veteranen wie Freema Agyeman und Tyler Labine. 

Autor: Kristin Lenk

6.3.2019, 14.10 Uhr

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