Kritik: Kitchen Impossible

Im Staffelfinale von "Kitchen Impossible" kocht Tim Mälzer gegen seinen Lieblingskontrahenten Tim Raue. Das Duell bietet wie immer viel Spektakel.

Flammendes Inferno 

"Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde – aber achte mal auf deine Sprache!", maßregelt Tim Mälzer seinen Kontrahenten Tim Raue. Ja, so viel Fäkalsprache wie in diesem Staffelfinale hat man bei "Kitchen Impossible" schon lange nicht mehr gehört. 

Es ist das vierte Duell der beiden Alphatiere. "Bei uns geht es um Vernichtung", kündigt Mälzer im Vorfeld genüsslich an. Deshalb muss Tim Raue natürlich backen. Und Feuer machen. Daran war der Berliner Sternekoch in Staffel 1 noch grandios gescheitert. 

Viel Benzin

Diesmal hat er sich vorbereitet. Dass er sich neben Brennholz und Grillanzünder auch noch mit Benzin (Super bleifrei) ausrüstet, besorgt nicht nur die Zuschauer, sondern auch seine italienische Gastgeberin. Sie fürchtet, dass das "Pana Carasau", ein soufflierter Fladen, den Tim Raue für eine Variante der Lasagne backen muss, den Geschmack annimmt – dabei ist die Gefahr, dass Raue ihr ganzes Haus abfackelt, deutlich größer. 

In solchen Momenten drängt sich kurz der Eindruck auf, dass doch einige Passage des Mälzer’schen Kochwettkampfs gescriptet sein könnten. Aber was soll’s, so lange es gut gescriptet ist. Die Duelle Tim vs. Tim gehören jedenfalls in jeder Staffel zu den Highlights. Weil beide für ihre Arbeit brennen. Auch ohne Benzin. Neue Folgen sind schon bestellt. Hoffentlich wieder mit Raue.

Autor: Martina Borgschulze
 

18.3.2019, 15.16 Uhr

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