Kritik: Unter anderen Umständen: Im finsteren Tal

Im 15. Teil der Krimireihe "Unter anderen Umständen" übernimmt Natalia Wörner die Leitung des Kommissariats in Bad Gastein. Ein klischeebehafteter Film mit nur wenigen Highlights.

Klischee-Alarm 

Jana Winter (Natalia Wörner) übernimmt die Leitung des Kommissariats und drängt damit den alkoholkranken Arne Brauner (Martin Brambach) von seinem Posten. Brauner flüchtet vor der Amtsübergabe nach Bad Gastein, wo er einen Rückfall hat. 

Als er betrunken von der Alm hinab ins Tal torkelt, wird er Zeuge, wie eine Leiche entsorgt wird – und deshalb angeschossen. Später kann er sich an nichts mehr erinnern. Eine mühevolle Spurensuche beginnt. 

Charakterstark

Der 15. Teil der Krimireihe "Unter anderen Umständen" lässt wenige Klischees aus: Von sexistischen Sprüchen wie "Hast du deine Tage?" geht es über den derben und laienhaften österreichischen Dorfpolizisten hin zum arroganten Städter auf der Suche nach "neuen Herausforderungen". 

Erfrischend sachlich ist da die Kommissarin Jana Winter, die auch in Bad Gastein mehr oder weniger das Kommando übernimmt. Der Gasteiner Polizist Robanegg (Cornelius Obonya) entspricht anfangs allen Klischees, mit der Zeit gewinnt der Charakter aber an Tiefe und zeigt sympathische Menschlichkeit. Die Wendungen des Falls nehmen zum Ende hin absurde Züge an und reißen den Krimi erneut ins Klischeehafte. Alles in allem ist "Unter anderen Umständen: Im finsteren Tal" ein vorurteilsbehafteter Dorfkrimi, den allein einige wenige Charaktere sehenswert machen.

Autor: Sabine Storch

19.3.2019, 15.13 Uhr

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