Kritik: Der Kroatien-Krimi

Schauspielerin Neda Rahmanian versucht den neuesten "Kroatien-Krimi" mit engagiertem Spiel voranzutreiben. Der Streifen ist durch eine mäßig spannende Handlung allerdings eher durchschnittlich.

Zum Henker!

Es gibt viele Wege, um gegen Misswirtschaft vorzugehen. Mario Barth und seine Comedy-Truppe wählen die Waffe des Humors. Jürgen Maurer hat als "Henker" ein stichhaltigeres Argument zur Hand: den Eispickel. 

Im "Kroatien-Krimi" bringt er als frustrierter Antikorruptions-Experte Stojan Manojlovic Bestechungsgeld-Bezieher zur Strecke. Kommissarin Branca (Neda Rahmanian) hat ihren charmanten Kollegen zwar im Verdacht, kann ihm aber zunächst nichts nachweisen. Schließlich setzt sie alles auf eine Karte und stellt ihm eine Falle. "No risk, no fun". So beschreibt Neda Rahmanian das Wesen ihrer temperamentvollen Ermittler-Figur. 

Auf der Strecke geblieben

Ein hohes Risiko geht sie in der Tat auch im aktuellen Fall ein. Der Spaß hingegen bleibt leider auf der Strecke. Zwar bemüht sich die deutsch-persische Hauptdarstellerin redlich, die Mörderjagd mit ihrem charismatischen Spiel voranzutreiben. Und auch Jürgen Maurer gibt als schlitzohriger Schurke einen würdigen Gegenspieler ab. 

Ob des unausgegorenen Drehbuchs dümpelt die mäßig spannende Handlung vor schöner Urlaubskulisse aber dennoch so gemächlich dahin wie ein Tag am Strand. Der Zuschauer fühlt sich am Ende der Folge wie ein Tourist, der mit billigem Nippes statt mit echter Handwerkskunst abgespeist wurde. Zum Henker (nicht) nochmal!

Autor: Florian Büttner

21.3.2019, 14.12 Uhr

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